De neie Schweißinger…

Fast 1 Jahr war ich nun ohne eigenes Schweißgerät, Einbruchdiebstahl sei Dank. Dafür gab es jetzt ein günstiges Inverterschweißgerät, mit dem ich im Vergleich zu seinem Vorgänger regelrecht spielerisch von Einsatzort zu Einsatzort umziehen kann. Als Pfälzer mussten wir über den Handelsnamen schon etwas schmunzeln: „Weldinger“. Ein Handelsname der Dinger GmbH, die vermutlich ein Importeur ist. Mir egal, wenn es gut schweißt.

Das Weldinger ME 200 eco schweißt, auch wenn man meine erste kurze Brutzelei auf gut Glück wohl kaum „schweißen“ nennen kann. Es ging dabei auch tatsächlich nur um das Ampéremeter, welches nicht, wie ich zuerst dachte, zur Justierung des Schweißstroms gedacht ist… 🙂

Ja, ich bin beim ersten Versuch wohl auch zu zaghaft gewesen, aber ich gehöre nunmal nicht zu den „Lass mich, ich kann das! – Kaputt…“-Menschen. So glaubte ich an eine Funktionsstörung und wollte nichts noch schlimmer machen…  😉

Über den Sinn dieser Anzeige mag man jetzt diskutieren können, aber ich habe das Gerät ja nicht wegen der Anzeige gekauft, schließlich hat mein teures Rehm auch keine gehabt. Bisher waren es 50-60kg Schweißgerät, die für einen auswärtigen Einsatz in den Anhänger gewuchtet werden mussten. Das Weldinger wiegt so gegen 10kg, hatte glaube ich ein Versandgewicht von 13kg. Selbst mit voller 5kg Spule bekomme ich das zukünftig problemlos in den Kofferraum, hoch oben über dem LKW-Fahrgestell, gehoben – alleine! Die 10l Schutzgas-Flasche kommt mit, auch wenn es da kleinere gäbe.

Man kann am Weldinger die Polarität umschrauben und dann Fülldraht verschweißen, für den man dann nichtmal mehr separates Schutzgas braucht. Allerdings entstehen dabei giftige Dämpfe, weswegen man Fülldraht nur an gut gelüfteten Orten oder mit Absaugung schweißen sollte. Trotzdem, gerade bei so einem leichten Gerät finde ich die Option super. Neben MIG/MAG kann das Schweißgerät auch noch Elektroden schweißen, ein entsprechender Elektrodenhalter lag bei.

Mein Rehm hatte ein fest montiertes Fahrwerk und eine Halterung für die Gasflasche. Das würde natürlich nicht funktionieren, wenn das Schweißgerät leichter ist als die Flasche. Einfache Gummifüße reichen dem Weldinger Gerät somit vollkommen, mir aber nur bedingt. Allein schon, die Flasche jedes mal irgendwo neu zu sichern, wenn man das Schweißgerät umstellt… – nee! Ein Untergestell aus Blech nimmt jetzt Schweißgerät und Schutzgasflasche auf. Es hat seitlich Halter für Massekabel und Schlauchpaket, sowie 2 Ablagen unter dem Schweißgerät. Bei Schweißeinsätzen später muss ich halt schauen, ob das Untergestell einfach mitkommt.

Ob das alles jetzt wirklich was taugt -und wenn ja, wie lange-, wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall bin ich erstmal glücklich. Vor den Toren der Undersweld steht auch schon der erste Kandidat -sorry- die erste Kandidatin für eine Schweißprobe bereit: Düdo Bertha…

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