Ein Stieg

Komisch, mir war so gewesen, als hätte ich vor ein paar Tagen meinen Schweißerjob gekündigt. Aber scheinbar hatte ich da etwas verwechselt, denn gestern kam ein Anruf, dass ich heute gebraucht würde. 2 Regale, maximal 2 Stunden, so hieß es. Es waren dann 7 Regale und ich war knapp 6 Stunden beschäftigt. Genau solche Aktionen führten doch eigentlich zu meiner Entscheidung…

So war halt heute wieder mal nichts mit Bertha. Immerhin konnte ich mich noch so weit aufraffen, noch etwas an der „Kultur“ in der Werkstatt zu arbeiten. Ein schmales Türblatt, das noch keine Verwendung als Tischplatte oder Trennwand gefunden hatte, sägte ich passend zurecht und montierte es in einer Ecke oben an den Querrahmen der Halle. Viel Gewicht kann man da nicht drauf packen, aber für den Fahrradanhänger reicht es allemal. So ist der Anhänger aus dem Weg und die Tür auch. Etliches Werkzeug sammelte ich zusammen und diverse Kisten wurden verräumt. Langsam lichtet sich das Chaos. Vielleicht bringe ich das Projekt „Werkstattkultur“ ja auch endlich mal zu einem Ende…

Jetzt bin ich aber noch ein Berthaupdate von gestern schuldig. Die Sache mit dem in die Trittstufe eingebauten Fehler war pillepalle. Nach nur 15 Minuten hatte die Tür Platz und ich war wieder auf dem gleichen Baustand wie vorher.
Weiter ging es mit dem Blech zwischen Einstieg und Radkasten. Das Ding war tricky. Ich hätte es gerne mal als originales Neublech in den Fingern gehabt, denn die kleine Ecke vorne innen in der Trittstufe gab mir Rätsel auf. Ich fand zwar eine Lösung mit der es klappte, aber wofür die Ecke überhaupt da ist, ist mir unerklärlich. Egal, hier kommen Bildchens:

Eine Verbindung zwischen dem oberen Winkelblech und dem vorderen Einstiegsblech fehlt noch, dann darf sich der Einstieg als wieder hergestellt betrachten. Es fehlen halt noch diverse weitere Bleche. Diesen Monat wird Bertha also nicht fertig.

Ach ja, ich wollte ja nochmal erwähnt haben, wie glücklich ich bei solchen Arbeiten mit meinem Schweißgerät bin. Da sich die Spannung stufenlos einstellen lässt, kann ich auf die unterschiedlichsten Gegebenheiten viel besser reagieren als auf der Arbeit oder auch früher mit dem Rehm Schweißgerät, wo es nur Stufen gibt. Auch kann man den Schweißstrom so weit runter regeln, dass man zwei 0,7mm Bleche trotz des 0,8mm Drahts mühelos und ohne Löcher zu brennen mit einer Kehlnaht verschweißen kann.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.